07.03.2018
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Herman Blount – besser bekannt als Sun Ra – war ein legendärer, amerikanischer Jazzmusiker der 70er Jahre. Nach seinen eigenen Angaben ist er mehrere Jahre lang in einem Raumschiff durch das Weltall gereist, wobei Musik ihm als Treibstoff gedient hat. Eine Geschichte, die er dann auch in seinem Werk „Space is the Place“ verfilmt hat – natürlich inklusive Soundtrack. Der Treibstoff heutiger Tage sind nicht Musik, sondern Daten. Digitale Daten beschleunigen eine immer granularer werdende, ultraeffiziente Wirtschaft. Was sich zunächst auf Geschäftsfelder wie eCommerce, Online-Marketing, Digital-Media beschränkte, gilt schon längst auch für klassische Branchen wie Versicherungen, Banken, Industrie oder sogar das Gesundheitswesen. Aber so wie der Treibstoff eines Raumschiffs nicht einfach so gebrauchsfertig in der Natur vorhanden ist, sondern erst in Form von Rohöl gefördert und dann zu Raketentreibstoff weiterverarbeitet werden muss, so müssen auch Daten erhoben, aggregiert, verfügbar gemacht und schließlich analysiert bzw. interpretiert werden. Viele dieser Schritte laufen automatisiert ab. Doch ganz ohne Menschen geht es dann doch nicht. Datenspezialisten, die sich z.B. Data-Scientists, Data-Analysts, Data-Engineers, Data-Stewarts, Management-Scientists, etc. nennen, sind sehr gefragte Mitarbeiter, die den Unternehme helfen, sich im Big-Data-Universum zurechtzufinden und das Unternehmensraumschiff erfolgreich zu manövrieren. Das wird sich in der voraussehbaren Zukunft auch nicht ändern, selbst wenn mit künstlicher Intelligenz (K.I.) und Machine-Learning-Fähigkeiten ausgestattete Computer fester Bestandteil unserer Wirtschaft und Gesellschaft werden. Steuern wir also auf eine schöne, neue Datenwelt zu? Oder anders ausgedrückt: Friede, Freude, Datenkuchen? Ganz so reibungslos läuft die Entwicklung dann doch nicht ab. Auf der einen Seite stehen die Interessen der Unternehmen, auf der anderen die Interessen der Bürger sowie der regulierenden Behörden und Gesetzgeber. So tritt gerade in Europa die neue Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) verpflichtend in Kraft, die den Bürgern Rechte wie das „Recht auf Vergessenwerden“ oder auch das „Recht auf Datenübertragbarkeit“ zusichern soll und somit die Datenerhebung und -verarbeitung klar einschränkt. Auf Unternehmensseite macht sich bei so manchen Manager blanke Panik breit, denn es wird das ein oder andere datengetriebene Geschäftsmodell in Frage gestellt. Kritiker sagen, dass die Datenschutz-Grundverordnung nicht wirklich zu Ende gedacht ist und im Laufe der Zeit sicherlich noch angepasst werden wird. Warten wir es ab. Wir Menschen sitzen alle im selbem Raumschiff und erforschen die unendlichen Weiten des Weltalls. Dabei entdecken wir neue Galaxien und entwickeln uns stetig weiter. Artificial Intelligence, Business Intelligence, Human Intelligence – es gibt intelligentes Leben im Datenuniversum und wartet darauf, von uns entdeckt zu werden. Space is the place. Data is fuel.
28.12.2017
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Nichts ist so beständig wie der Wandel. Das sagte schon Heraklit von Ephesus (etwa 540 - 480 v. Chr.) und natürlich gilt das noch heute. Mehr noch: Der Wandel findet heute so schnell wie nie statt. Denn immer höhere Rechnerleistung und immer günstigere Datenspeichermöglichkeiten befeuern den technologischen Wandel, der die ganze Wirtschaft sowie die gesamte Menschheit in die dritte industrielle Revolution schleudert. Während im 18. Jahrhundert die Dampfmaschine, die Druckerpresse und die Eisenbahn die erste industrielle Revolution einläuteten, waren es im 20. Jahrhundert die fossilen Brennstoffe, die elektronische Kommunikation und die Autos. Jetzt im 21. Jahrhundert stehen wir durch Technologien wie erneuerbare Energien, dem Internet und dem „Shared Transport“ am Anfang der dritten industriellen Revolution, die Hierarchien reduziert, Machtverhältnisse verändert, Teilhabe erleichtert und neue Rechte erkämpft. Die Digitalisierung durchdringt und verändert dabei alles. Und Daten sind die wichtigste Ressource der Neuzeit („Data is the new oil.“). Die Schonzeit ist vorbei! Spätestens wenn die Künstliche Intelligenz zu einer generalisierten K.I. wird (also dem Menschen ähnlich), wird alles Bisherige in Frage gestellt. Aber auch schon jetzt muss sich jede Branche fragen, wird es unser Geschäftsmodell in dieser Form in 5 Jahren überhaupt noch geben? Während im Jahr 2006 noch 9 von 10 der wertvollsten Unternehmen der Welt der klassischen Wirtschaft angehörten, waren es 2016 nur noch 4. Die restlichen 6 sind Unternehmen der digitalen Wirtschaft (Apple, Alphabet/Google, Facebook und Co.). Diese Veränderung zeigt, warum Transformation und Change häufig verwendete Begriffe in den Chefetagen sind und auch sein müssen. Digitaler Wandel muss immer Chefsache sein! Und die Chefs holen sich dann gerne professionellen Beistand in Form eines CDOs. Aber noch sind CDOs (Chief Digital Officer) in der Minderheit der DAX-Konzerne existent. Ein CDO soll eine ganzheitliche Digitalstrategie entwickeln und dafür sorgen, dass es die Unternehmen auch in 10 Jahren noch gibt. Es geht also ums nackte Überleben.Sätze, die man heute lieber nicht in den Mund nehmen sollte:„Digitalisierung – das machst bei uns das Marketing.“„Digitalisierung – das ist in unserer Branche kein Thema.“„Digitale Transformation – tut das weh?“Denn wer sich dem digitalen Wandel nicht stellt, dem wird es richtig wehtun!
28.12.2017
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Wer mit dem Themenbereich „Personaldienstleistungen“ nicht direkt zu tun hat, mag sich fragen, was der Unterschied zwischen Begriffen wie Headhunting, Executive Search, Recruiting oder auch Personalberatung ist. Lassen Sie uns versuchen, Licht ins Dunkle zu bringen.Als Oberbegriff ist wahrscheinlich das Wort „Personaldienstleistung“ gut gewählt. Darunter fallen grob gesagt, die Bereiche der Personalvermittlung und des reinen Consultings. Fokussieren wir uns zunächst auf die Personalvermittlung. Hier unterscheidet man zunächst nach Art der Anstellung (Festanstellung, Zeitarbeit, Freelancer). Des Weiteren wird nach Senioritätsgrad unterschieden. So ist aus meiner Sicht der Begriff „Executive Search“ gebräuchlich bei Vermittlung von Kandidaten ab Senior-Level (in der Regel eher Management-Level) und zwar für Positionen in Festanstellung. Senior-Level kann hier zahlenmäßig so verstanden werden, dass die Positionen ein Jahreszielgehalt von ca. 70.000 EUR aufwärts aufweisen. Bei Positionen darunter ist der Begriff „Recruiting“ gebräuchlicher, wobei es hierbei keine wirklich offiziellen Begriffsdefinitionen gibt. Das Wort „Personalberatung“ wird häufig ebenfalls für „Executive Search“ verwendet, kann aber auch Beratung im Sinne von Consulting bezüglich Themen wie in etwa Organisationsentwicklung, Change-Prozesse, Outplacement, Personalentwicklung etc. bedeuten.Wie unterscheidet sich jetzt die Arbeitsweise von Executive Search Anbietern und normalen Recruiting-Agenturen? Letztere betreiben häufig nicht nur Headhunting (also die Direktansprache von potenziellen Kandidaten), sondern auch passive Methoden wie z.B. das Schalten von klassischen Stellenanzeigen in Offline oder Online-Medien. Im Bereich des Executive Search verstehen sich die verantwortlichen Consultants häufig mehr als reine Headhunter. Außerdem ist meistens ein anderer Themenschwerpunkt zu beobachten. So spezialisieren sich die normalen Recruiter häufig auf sogenannte Skills (Finance, IT, Engineering, Sales, Marketing, usw.), während Executive Search Dienstleister häufig eher einen Branchenfokus haben (Digitalwirtschaft, Banking, Energie, o.ä.). Des Weiteren werden bei der Vermittlung auf Executive Level (also im Top-Management) teilweise weitere Beratungsleistungen angeboten. So kommt es häufig vor, dass man zusätzlich zu der Kandidatenansprache und -vermittlung auch wissenschaftlich fundierte Persönlichkeitstests anbietet und ergänzend zu den gewöhnlichen Kandidaten-Screenings auch „Executive Interviews“, die v.a. die Führungskompetenz des Kandidaten evaluieren sollen, durchführt. Außerdem wird ein Personalberater im Bereich des Executive Search häufig stärker beratend tätig, wenn es anfänglich darum geht, dem Mandanten zu helfen, seinen Bedarf zu definieren. Insgesamt gesagt, ist also die Personalvermittlung auf Executive-Level arbeitsintensiver als auf niederen Ebenen und muss dementsprechend vergütet werden.Die Vergütungsmodelle reichen allgemein im Bereich der Personalvermittlung von reiner Erfolgsbasis bis Retainern und die Honorare liegen zwischen 20% und 40% des ersten Jahreszielgehalts des vermittelten Kandidaten. Ein Retainer (oder auch „Retained Search“) könnte z.B. so aussehen, dass 30% des erwarteten Honorars bei Auftragsvergabe, 30% bei Präsentation der Kandidaten-Shortlist und die letzten 40% bei Platzierung eines Kandidaten vergütet werden.So kann nach jeweiligem Bedarf ein passender Personaldienstleister ausgewählt werden. Häufig arbeiten Unternehmen mit mehreren Partnern zusammen, um in der jeweiligen Situation passgenau beliefert zu werden. Sollten Sie auf der Suche nach Mitarbeitern mit Digitalexpertise sein und sollten die Positionen auf Senior und Upper-Management-Ebene angesiedelt sein, so kommen Sie gerne auf HAHLBROCK DIGITAL zu. Als auf Digitalthemen spezialisiertes Executive Search Unternehmen, können wir Sie mit unserer Headhunting-Kompetenz effektiv unterstützen!
28.12.2017
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Wer sich mit dem Thema Online Marketing bzw. Digital Advertising beschäftigt, stößt seit ein paar Jahren häufig auf Begriffe wie Real Time Advertising bzw. Real Time Bidding oder auch Programmatic Media Buying. Was ist das genau und wie unterscheiden sich diese Begriffe? Unterscheiden Sie sich überhaupt? Schauen wir uns das mal an.Zunächst versuche ich mal zu erklären, worum es sich bei diesen Begriffen überhaupt dreht. Der große Vorteil des Online Marketings gegenüber des klassischen Marketing ist, dass fast alles messbar und somit auch planbar wird. Ich weiß, wie häufig ein Werbemittel – sei es ein Banner, ein Video, eine Textanzeige, usw. – angeklickt wurde. Und ich kann zu einem gewissen Grad sogar sagen, von wem! Und so entsteht ein datenbasierter Rundumblick auf die Konsumenten und auf ihr Medien und Konsumverhalten über digitale Kanäle (und das zunehmend sogar bis zum PoS). Und das praktische an Daten und digitalen Medien ist, dass sie von Maschinen lesbar und steuerbar sind. Somit war es ein logischer Schritt, dass man das Online Marketing und auch den online-basierten Werbehandel automatisiert hat. Während früher Mediaplaner (also Menschen) per sogenannter „Insertion Order“ (IO), also manuell, Werbeplätze gebucht haben, wird diese Arbeit zunehmend von Computern erledigt. Und zwar in Echtzeit. So wird in Bruchteilen von Sekunden errechnet, wo man für sein Werbebudget den größten Return on Investment (ROI) erhält und kann somit höchst effizient seine Zielgruppe erreichen. Dieser in Echtzeit stattfindende Marktmechanismus wird auf Englisch RTB – also Real Time Bidding – genannt. Da aber in Deutschland der ein oder andere mit dem Wort Bidding nicht sofort etwas anfangen konnte, spricht man in Deutschland meist von Real Time Advertising. So ist RTB und RTA eigentlich dasselbe. Und auch Programmatic Media Buying – also der computergestützte Mediaeinkauf – beschreibt eigentlich dasselbe.Wie läuft das RTB/RTA ab? Grob erklärt, steht auf Seiten des Werbetreibenden ein Server (Demand Side Platform bzw. DSP genannt), auf dem das Werbemittel hinterlegt ist. Große Werbetreibende (z.B. große Online-Retailer oder große Mediaagenturen) verfügen teilweise über eigene DSPs. Diese werden über sogenannte Ad Exchanges mit den Supply Side Platforms (bzw. SSP), die wiederum auf Seiten der Publisher (also Website oder App-Betreiber) betrieben werden, verknüpft und es wird der jeweilige ROI errechnet. Der höchstbietende Advertiser bekommt automatisch den Zuschlag und kann auf der Website bzw. in der App seine Werbung schalten. Um das Ganze auch noch mit den jeweiligen Konsumentendaten abgleichen zu können und die Zielgruppe granular und passgenau anzusprechen, gibt es Data Management Platforms (DMP) genannte Server bzw. Firmen, deren Aufgabe es ist alle aus verschiedensten Quellen verfügbaren Daten (Mediadaten, Marktforschungsdaten, Konsumentendaten) zu aggregieren und für den Zweck des Real Time Advertisings zur Verfügung zu stellen.Der Einsatz von „Programmatic Advertsing“ ist unabhängig von der Marketingzielen – also in etwa Branding, Performance, Engagement. Denn auch auf Markenbekanntheit bzw. Markenimage zielende Werbemittel, können programmatisch ausgespielt werden. Diese Automatisierung des Werbehandels verwandelt so die Rollen der Mediaagenturen wie auch der Marketing Manager. Eine noch strategischere und konzeptionelle Sicht und weniger eine operative ist gefordert. Große Mediaagenturen haben darauf reagiert, indem sie „Trading Desks“ eingerichtet haben. Dort werden DSPs und DMPs vereint, um so dem technischen Wandel gerecht zu werden. Spannend wird es, wenn man betrachtet, dass mittlerweile auch der Offline-Bereich sich in Richtung Programmatic Buying entwicklt. So arbeitet man daran, die Außenwerbung oder auch TV-Werbung in Echtzeit und teilweise sogar personalisiert auszusteuern. Stichwort ist hier z.B. „Addressable TV“. Diese Entwicklung beobachten wir aufmerksam weiter.
26.09.2017
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Viele haben schonmal das ein oder andere Buzzword aus diesem Themenkomplex gehört – Agilität, SCRUM, Kanban, SCRUMBAN, Waterfall, Product Ownership, technisches Projektmanagement und und und. Aber Was bedeutet das genau? Wir unternehmen hier den Versuch, das Thema „Product Management“ für jedermann verständlich zu machen. Als Oberbegriff könnte man einfach von Projektmanagement sprechen. Projektmanagement kann natürlich in unterschiedlichster Form daherkommen – vom Event-Management über kommerzielles Produkt-Management bis hin zum technischen Produkt-Management à la SCRUM. Und übrigens spricht man teilweise auch von „Program-Management“ – nämlich dann, wenn mehrere Projekte zu einem Programm zusammengefasst werden. Wenn man als Projekt die Konzipierung und Einführung eines technischen Produktes versteht, spricht man meist von Product Management. Allerdings gibt es auch Product Manager, die nichttechnische Produkte verantworten – z.B. wenn man einen Mobilfunktarif oder ein Finanzprodukt konzipiert. Wir unterscheiden also zwischen technischem Produktmanagement und kommerziellem Produktmanagement. Und um das Ganze noch komplizierter zu machen, wird kommerzielles Produktmanagement häufig auch Product-Marketing genannt und ist dann eher eine Disziplin des „Business Developments“. Aber fokussieren wir uns mal auf das technische Product Management: Hierbei ist grundsätzlich zu wissen, dass man früher vorwiegend nach dem Wasserfall-Prinzip gearbeitet habe – also sequenziell die einzelnen Projektschritte abgearbeitet hat. Das hat sich allerdings in den letzten Jahren geändert, sodass man zunehmend nach sogenannten agilen Entwicklungsmethoden arbeitet. Die bekanntesten Methoden sind hierbei SCRUM und Kanban. Teilweise werden diese Methoden auch gemischt und dann z.B. SCRUMBAN genannt. Hierbei gibt es in der Regel einen sogenannten Product-Owner, der die einzelnen Ressourcen im Unternehmen delegiert und so als Bindeglied zwischen Technik, Marketing, Business Development und Operations agiert. Die Projektabschnitte werden hier in „Sprints“ eingeteilt und wesentlich dynamischer koordiniert, als es früher der Fall war. Ein Product-Owner kann sowohl einen technischen wie auch einen betriebswirtschaftlichen Background haben, da er ja nicht operativ technisch tätig ist sondern eher eine Generalistenrolle einnimmt. Gerade diese strategische Sicht macht dann auch für viele den Reiz dieser Tätigkeit aus. So sind auch viele Produktmanager mit hoher Leidenschaft am Werk und brennen voll und ganz für ihr Produkt. Die Faszination hat deshalb auch bereits auf andere Unternehmensbereiche übergegriffen, sodass man immer häufiger davon hört, dass sich ganze Unternehmen dem Gedanken der Agilität verschrieben haben. So lernen jetzt zunehmend auch große Konzerne von dieser eher durch Startups geprägte Denk-  und Arbeitsweise. Sogar VW hat jetzt ein Innovationshub aufgebaut, indem nach agilen Methoden und darüber hinaus auch noch Innovationsmethoden wie Design Thinking und Service Design gearbeitet wird, um nicht von der neuartigen Konkurrenz wie Tesla, Google, Apple etc. überrollt zu werden. Die Digitalisierung erfasst offenbar die letzten Bastionen der klassischen Wirtschaft. Spannend. Autor: Robert Beck
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